Frühling da, Ostern vor der Tür – Deko pt. 1

Heute ist alles ein bisschen anders, aber irgendwie trotzdem gleich. Bei mir haben sich zeitlich Änderungen bei einem Kundenauftrag ergeben uns so bin ich spontan für ein paar Tage zu meinen Eltern zu Besuch gefahren und die beiden in den Urlaub. Also hüte ich alleine unser Haus und Hund und genieße die freien Tage. Es ist einfach immer schön, nach Hause zu kommen, alte Freunde zu treffen, zu sehen, was sich in der Stadt verändert hat und im alten Bett zu schlafen. Das Lieblingsessen beim Italiener bestellen, das ich esse, seitdem ich klein bin, mit unserem Hund gewohnte Wege ablaufen, die Nachbarn grüßen und erzählen, was bei mir so los ist. Einfach aufgehoben sein und wissen, dass hier die Welt in Ordnung ist. Ein großer und wichtiger Teil von mir, der sich wohl nie ändern wird.

Inspiriert vom vielen Grün der Natur, die mein Elternhaus umgibt, habe ich mich beim heutigen Post für einen natürlichen Look mit den frischen Frühlings-Farben in Gelb, Grün und Weiß entschieden. Da ich die Canon und das gesamte Equipment nicht durch Bayern fahren wollte, habe ich die Fotos alle mit meinem iPhone gemacht. Diesen Post hatte ich eigentlich schon für Sonntag geplant, aber ich habe ehrlich gesagt ganze drei Tage und Anläufe gebraucht, bis ich mit den Bildern zufrieden war. Bin zwar immernoch minimal skeptisch, aber ich denke, ich habe das Beste aus meinem iPhone rausgeholt und es wäre viel zu Schade um die Deko gewesen, wenn ich sie Euch vorenthalte.

Mit ein bisschen anders meine ich nicht nur die Kamera, sondern auch die Tatsache, dass dieser Post etwas aus meinem üblichen Farbmuster fällt. Mein beliebtes Rosa-Weiß-Thema kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen und kommt dann nächste Woche im zweiten Teil meiner Osterdeko-Reihe, wenn ich wieder in meinen eigenen vier Wänden bin. Anders ist heute auch der Untergrund bei den Fotos. Das schöne dunkle Holz ist eine alte Werkbank, die meine Eltern vor Kurzem gerettet haben und jetzt bei uns im Wohnzimmer als Sideboard steht. Ich liebe das Holz der Arbeitsplatte, weil man an den vielen Spuren die ganze Arbeit sehen kann, die der ehemalige Besitzer reingesteckt hat. Leider haben wir mit der Werkbank noch einen neuen Mitbewohner ins Haus geholt. Nämlich einen fleißigen und sehr hungrigen Holzwurm. Bis jetzt wollte er trotz zahlreicher Mahnungen nicht ausziehen. Also wenn Ihr einen guten Tipp habt, wie man einen Holzwurm rauswirft dann schreibt mir. Der Mietnomade macht uns ein bisschen Sorgen. Viel zu Laut, ständige Partys und wenn wir auf dem Sofa sitzen, pöbelt er einen blöd an.

Die größte Fotokatastrophe hatte ich übrigens an Tag Zwei meines verzweifelten Handy-Shootings. Seht Ihr auf dem Foto unten links die Glasvase mit dem dicken Zweig im Hintergrund? An diesem hingen sechs wundervolle weiße Ostereier. Alle mühevoll ausgeblasen und mit brauner Farbe aus dem Wasserfarbkasten besprengelt. Die Betonung liegt auf hingen. Gestern ist der Zweig umgekippt und alle Eier sind einen Meter tiefer auf dem Boden gelandet. Den Rest könnt Ihr Euch bestimmt denken. Ich hatte kurz überlegt ob ich spontan losheulen soll. ALLE sind kaputt. Das einzige Gute an der Sache – ich habe jetzt Häuschen für die Schafe in den Eierbechern. Die Kerzen in Schafform (quasi Kerzen im Schafspelz höhöhö) sind eigentlich nicht so mein Ding, aber nachdem die Eier kaputt gegangen sind habe ich sie in die Schalen gesetzt und war Schockverliebt. Die Kerzen gibt es übrigens auch als Hasenform, wäre noch etwas österlicher. Die Idee mit den Eierbechern finde ich ganz süß, allerdings muss meine Familie jetzt das Frühstücksei aus der Hand essen. Kann man aber schonmal machen. Alles für die Deko!

Die Narzissen habe ich in zwei alte Gläser gesetzt, die ich vorher mit frischem Moos ausgekleidet habe. Ein paar kleine Wachteleier und weiße Federn dazu, fertig. Den Deckel vom Einmachglas habe ich abgenommen und mit Moos ein kleines Nest für die keinen Eier gebastelt. Zum Glück sind die großen braunen gesprenkelten Eier noch alle ganz, sodass ich super Material für meine zweiten geplanten Oster-Post habe! Die bleiben jetzt auch in ihrem Kasten mit der Holzwolle sitzen, bis sie gesund in München angekommen sind. Das Weiße im Eck ist übrigens auch nur Fake-Gesund. Die Unterseite fehlt. Quasi ein invalides Ei, übelst traumatisiert. Am besten, ich gebe den braunen Eiern Namen, damit ich eine positive Beziehung zu ihnen aufbaue und instinktiv besser auf sie achte. Hat jemand bisschen Luftpolsterfolie für mich?!

Jetzt muss ich Euch noch ein bisschen Off-Topic erzählen… Während ich mich die letzten Tage unzufrieden durch die geschossenen Fotos geklickt habe, wurde mir mal wieder bewusst, wie schnell man eigentlich in feste Muster fällt. Bei mir zu Hause bin ich für meine Blog-Shootings immer vorbereitet und total eingespielt. Das heißt, ich weiß ganz genau, welche Tageszeit und Lichtverhältnisse ich brauche, habe meine fixen Props, Hintergründe und Untergründe und arbeite mit einer top Kamera, die auch mal kleine Fehler verzeiht. Klar, ich bin auch ein Perfektionist der ersten Stunde und habe einen ziemlich hohen Anspruch an meine Arbeit. Ein ach scheiß drauf kommt bei mir nur im absoluten Notfall vor. Ist halt blöd, wenn man, wie ich, so einen akribischen Chef hat. Aber was soll ich tun?! Ich kann mich ja schlecht selbst raus schmeißen. Bin mein einziger Mitarbeiter. Dann könnte ich den ganzen Laden hier dicht machen. Also versuche ich manchmal, mir selbst zuliebe, meine Ansprüche etwas herunterzuschrauben und öfters mal an die Worte meines Liebsten zu denken, der in solchen Situationen immer sagt entspann dich Süße, das passt schon so!. Dafür bin ich übrigens sehr dankbar, denn er holt mich damit zurück auf den Boden, zeigt mir, dass die Welt gar nicht so katastrophal ist und erinnert mich daran, dass meine eigene Messlatte zum Glück nicht das Maß aller Dinge ist. Das macht es oftmals leichter und entspannter für mich. Danke, Mr. J!

Seid Ihr schon im Osterfieber oder ist das gar kein Thema? Habt Ihr jetzt einen wasserfesten Anti-Holzwurm-Tipp oder nicht? Gefallen Euch die Fotos? Hättet Ihr einen Unterschied bemerkt? Gibt es besondere Wünsche für den zweiten Teil? Schokolade? Tee? Keks? Liest das hier unten überhaupt jemand? Huhuuuu Echoechoechoooooo…

3 Gedanken zu “Frühling da, Ostern vor der Tür – Deko pt. 1

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