Grüne Smoothies – 7 Tage Detox Challenge – Tag 1

Ja, ich kann es selbst nicht fassen, aber ich habe mich einer Challenge gestellt, die eigentlich nicht ganz meinem Genießer-Naturell entspricht. Sieben Tage lang habe ich mich ausschließlich von grünen Smoothies ernährt und zwar komplett ohne Netz und doppelten Boden. Natürlich hatte ich handfeste Gründe und habe das nicht nur just for fun gemacht, weil mein Leben sonst nichts hergibt. Da wären zum Beispiel der leckere Brennesseltee, die Magenkoliken, das ausgehungerte Gefühl, die Kopfschmerzen. Hach ich könnte noch ewig schwärmen…. Ok – Spaß beiseite.

Sinn der 7 Tage Detox Challenge war es vor allem, mit den grünen Smoothies meinen Körper zu entgiften. Ähnlich wie beim Basenfasten werden durch den Verzicht auf gewisse Lebensmittel und die bewusste Ernährung mit ausgewählten Produkten sämtliche Giftstoffe ausgeschwemmt, der Körper reinigt sich quasi selbst von Innen und wird auf gesunde Weise entschlackt. Der Vorteil der Ernährung mit grünen Smoothies ist, dass sie sich perfekt in den Alltag integrieren lassen und die Zubereitung ohne großem Aufwand gelingt. Man braucht nur einen leistungsstarken Mixer. Durch eine abwechslungsreiche Auswahl an Gemüse und Obst wird der Körper optimal mit Vital- und Balaststoffen versorgt, scheinbar ohne zu hungern. Ich trinke Smoothies grundsätzlich sehr gerne und die Aussage, dass man in dieser Woche angeblich nicht hungern muss, hat mich letztlich überzeugt. Die Frage nach dem Warum beantwortet sich ganz leicht – ich wollte meinem Körper etwas Gutes tun, hatte Lust auf die Herausforderung, brauchte einen radikalen Einstieg um meine Ernährung langfristig zu verbessern und hoffte, damit ein festes Kilo loszuwerden (muss ich ehrlich zugeben, auch wenn jetzt ein Aufschrei kommt, das sei kein gesundes Abnehmen. Ist mir schon klar. Aber es geht nur um ein Kilo!). Vorgenommen habe ich mir außerdem, weiterhin alle zwei Tage zu Joggen und Verabredungen zum Kaffee und Kuchen bzw. im Restaurant nicht auszuschlagen.

Ich habe mich einer Aktion von Grüne Smoothies angeschlossen, die von täglichen Newslettern mit Rezepten und Tagestipps von Dr. Christian Guth begleitet war. Allerdings habe ich meine Woche aus zeitlichen Gründen ein paar Tage später, also zeitversetzt begonnen. War gar nicht so doof, so konnte ich mich nämlich im Voraus mit Infos aus den Diskussionsrunden versorgen und wusste ungefähr worauf ich mich einlasse. Täglich gab es drei verschiedene Smoothies mit Rezepten und dazu viel Wasser und verschiedene Tees, die die entschlackende Wirkung unterstützen. Ein grüner Smoothie besteht in der Regel aus 50% Frucht und 50% Grün, plus etwas stilles Wasser. Festes Essen – Fehlanzeige. Es wird sich wirklich ausschließlich auf die Drinks konzentriert. Vor dem ersten Tag meiner Challenge habe ich einen Newsletter mit der vollständigen Einkaufsliste erhalten sodass ich am Samstag noch alle frischen Zutaten für den ersten grünen Smoothie an Tag 1 (Montag) besorgen konnte. Nach dem ersten Smoothie-Frühstück war ich am Vormittag dann nochmal Einkaufen und habe mich mit den Zutaten für den restlichen Tag 1 bis Tag 3 eingedeckt. Zum Thema Einkaufen ist es schonmal wichtig, ausschließlich Bio-Produkte zu verwenden, damit man dem Körper nicht noch mehr Giftstoffe zuführt und gefiltertes Leitungswasser oder gekauftes stilles Wasser zu benutzen. Bitte kein Kohlensäurehaltiges Wasser zugeben, denn (haha die Worte verraten es!) damit wird die basische Wirkung der Smoothies aufgehoben.

Ich habe die Challenge bewusst nicht in Echtzeit gepostet, weil ich mich in dieser Woche zu 100% auf mich konzentrieren wollte. Allerdings habe ich jeden Tag für den Blog dokumentiert, damit ich Euch ab heute täglich von meinen Erfahrungen berichten kann. Also wisst Ihr wie ich das meine?! Ihr lest quasi eine Woche verzögert, aber an sich trotzdem irgendwie live. Kommen wir also zu Tag 1 meiner Challenge inklusive Rezepte, Erfahrungen und Ratschläge.

Am Morgen gab es einen „Einsteiger“-Smoothie, mit viel Obst, der aufgrund der Beeren und Äpfel eine fruchtig süße Note hatte. Im Rezept stand noch Spinat, allerdings hatte ich den am Samstag vergessen zu kaufen sodass ich die doppelte Menge an Kopfsalat genommen habe. Das erklärt wahrscheinlich auch, weshalb daraus kein grüner sondern ein roter Smoothie wurde… (Erster Tipp: für ein gutes „Grüner Smoothie-Foodfoto“, am besten Spinat zugeben, der macht die hübscheste Farbe.) Übrigens war ich am Vortag im Hilton München noch brunchen und habe es mir dort gut gehen lassen. Allerdings habe ich da schon darauf geachtet, schnell verdauliches zu essen und Kohlenhydrate vermieden. Sprich, ich habe bei Gemüse, Fisch, Eiern und Nachtisch zugelangt, aber zum Beispiel kein Brot gegessen. Der Brunch ging bis 15h00 sodass das Essen bis zum Abend mehr als gereicht hat. Abends habe ich noch eine Birne gegessen, aber sonst nichts mehr. Nach dem Aufstehen bin ich erstmal auf die Waage und habe mein Gewicht notiert, um zu sehen, ob sich daran etwas verändern wird.

Frühstück

Zutaten: 100g Beeren (TK), 3 reife Äpfel, kleiner Strunk Trauben, Handvoll Babyspinat, 5 Blatt Kopfsalat, 3 Kohlrabi-Blätter, Saft von ¼ Zitrone, 400 ml Wasser für ca. 1,3 Liter grüner Smoothie

Ganz wichtig bei den grünen Smoothies ist es, sie ordentlich zu mixen. Das heißt, man braucht in jedem Fall einen starken Mixer (bestenfalls einen speziellen Smoothie Mixer), den man lange genug laufen lässt, bis wirklich alles klitzeklein zerkleinert ist! Der Grund dafür ist, dass der Körper die wichtigen Inhaltsstoffe, also Nährstoffe, erst dann aufnehmen kann, wenn das Blattgrün so klein wie möglich aufgespalten ist. Sonst flutscht der Smoothie durch den Körper und bevor der Verdauungsprozess alle gesunden Stoffe herausfischt, ist der Smoothie schon wieder draußen. Das wäre dann quasi vergebene Liebesmüh. So, jetzt kommt der Haken bei der ganzen Sache, den ich bei meinem ersten grünen Smoothie nicht bedacht habe. Wenn der Mixer lange genug läuft um alles winzigklein zu machen, erhitzt sich irgendwann das Getriebe und gibt die Wärme an den Smoothie ab. Der wird dadurch zwar nicht heiß, aber bekommt so eine lauwarme Note, die es mir nicht möglich gemacht hat, das Zeug zu herunterzuschlucken. Also musste mein Smoothie erstmal in den Kühlschrank, bis er schön kalt und für mich trinkbar war. Da ich ja eine Frau von Welt bin habe ich sofort in die Trickkiste gegriffen und für die kommenden Tage aus meinem gefilterten Wasser genügend Eiswürfel hergestellt um alle weiteren Smoothies on the roks trinken zu können. Um Missverständnisse zu vermeiden – nein, ich habe meinen Smoothie nicht auf Eis getrunken! Ich habe einfach das zugegebene Wasser beim mixen zur Hälfte durch Eiswürfel ersetzt, die dem Smoothie dann trotz langen Mixvorgang zu einer angenehm kühlen Trinktemperatur verholfen haben. Wer seinen Drink lieber warm zu sich nehmen mag, kann das übrigens guten Gewissens tun, sofern der Smoothie nicht höher als auf 40 Grad erhitzt wird, denn dann gehen die Nährstoffe verloren und alles war für die Katz.

Mittags

Zutaten: 3 große Tomaten, 2 Frühlingszwiebeln, ½ Chilischote oder Prise Cayennepfeffer, handvoll Basilikumblätter, 1 Zweig Rosmarinblätter (nicht den Stängel!), Thymian nach Geschmack, Prise grobes Salz, 250 ml Wasser für ca. 0,7 Liter grüner Smoothie

Auf diesen Smoothie hatte ich mich ja am allermeisten gefreut. Ich finde, das klingt so nach einer richtig leckeren kalten mediterranen Gemüßesuppe, ein schöner salziger Ausgleich zum süßen Breakfast-Smoothie. Aber ich sag’s euch – alter Schwede, hier kam der erste Abbruchgedanke auf… Ich kann im Nachhinein gar nicht mehr sagen woran es lag. Vielleicht hatte ich mir zu viel erwartet oder meine Tomaten waren zu geschmacksneutral, aber irgendwie war dieser grüne Smoothie nicht so mein Ding. Das zweite Glas nach 2 Stunden Kühlschrank mit einer Prise Salz und Pfeffer ging zwar erheblich besser runter, aber richtig glücklich hat er mich nicht gemacht. Mein Extra-Tipp für übel schmeckende Smoothies: Zitrone und Ingwer. Mehr dazu morgen.

Abend

Green Smoothie Detox Adorable Life

Für den Abend wurde ein grüner teeartiger Smoothie empfohlen: 2 EL Zitronenmelissen- und 2 EL Kamilletee-Blätter für 10 Minuten in warmes Wasser einweichen, mit 1 EL Honig und 250 ml Wasser in den Mixer geben.

Ganz erhlich – habe ich nicht gemacht. Ich habe mir einen sehr leckeren Nacht-Tee mit einer ähnlichen Kräutermischung (Kamille, Zitronenmelisse, Lavendel) von Cupper im Bioladen geholt und davon zwei Tassen getrunken. Die Sorten von Cupper sind wirklich alle sehr empfehlenswert! Erstens sind die Tees alle fair und biozertifiziert, zweitens gibt es wahnsinnig leckere Geschmackskombis (z.B. Grüntee-Chai) und drittens sehen die individuell gestalteten Schachteln einfach hübsch aus. Und so bin ich dann entspannt schlafen gegangen.

Natürlich kamen Anfangs Sprüche wie „Ja und jetzt isst du den ganzen Tag nichts außer Salat oder wie?!“ Ich muss zugeben, ich hatte auch ein bisschen Sorgen, nicht satt zu werden. Aber wenn man sich die Menge mal zusammenzählt, die ich alleine am ersten Tag zu mir genommen habe, ist das gar nicht mal soo wenig. Tagsüber habe ich außerdem 2 Liter Brennesseltee und 1 Liter Wasser getrunken. Hunger? Nein. Appetit? Nein. Genascht? Nein. Ich bin ein bisschen blass um die Nase. Fazit: Tag 1 gut überstanden.

Wir haben gelernt:

– Kaufe (unbehandelte) Bioprodukte und benutze stilles Wasser

– Spinat macht den Smoothie schön grün

– Mixe Deinen grünen Smoothie mit einem starken Mixer und lange genug, bis alles klitzeklein ist und eine cremige Konsistenz entsteht

– Mische Eiswürfel dazu, wenn Dir der Smoothie zu warm wird

– Zitrone hilft über Geschmackskatastrophen hinweg

– Trinke zusätzlich mindestens 3 Liter

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich hier ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen mit dieser Challenge wiedergebe. Wer sich für so eine Sache entschließt, sollte sich unbedingt fachkundig betreuen lassen oder vorher gründlich in die Fachliteratur einlesen. Wenn Ihr Fragen an mich habt dürft Ihr die gerne jederzeit stellen und ich werde sie nach meinem besten Wissen zu beantworten. Mehr Rezepte und Infos zu den nächsten offiziellen Challenge-Terminen von Grüne Smoothies findet Ihr hier.

Was denkt Ihr zu meiner Entscheidung, diese Challenge anzutreten? Habt Ihr schonmal so etwas gemacht oder könnt Ihr es Euch vorstellen, mitzumachen? Habt Ihr konkrete Fragen?

3 Gedanken zu “Grüne Smoothies – 7 Tage Detox Challenge – Tag 1

  1. rosyshrimp schreibt:

    Hi 🙂 Ich hab mal versucht einen Safttag mit frisch gepressten Säften zu machen. Mir gings dabei aber nicht besonders gut, weswegen ich dann abends wieder etwas „normales“ essen musste.;-) Ein Smoothie-Detox könnte ich mir schon eher vorstellen, da die Früchte und das Gemüse ja im Ganzen püriert werden und das Fruchtfleisch mitgetrunken wird. Bin schon gespannt auf deine weiteren Beiträge zu der Challenge! ❤ Liebe Grüße, Laura

    Gefällt 1 Person

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