Grüne Smoothies – 7 Tage Detox Challenge – Tag 2

Yeah, der zweite Tag ist so gut wie überstanden und ich schreibe Euch diese Zeilen zufrieden, wohlig ermüdet und habe neben mir meinen Gute-Nacht-Tee.

Heute Früh bin ich sehr erholt und gut gelaunt in den Tag gestartet. Ich habe das erste Mal seit langem wieder komplett durchgeschlafen, was vermutlich daran liegt, dass ich gestern Abend mit einem leeren Magen ins Bett bin. Ich habe mich mit ein paar Freundinnen unterhalten und wir haben einstimmig festgestellt, wenn man sich Abends noch etwas schweres zu Essen reinhaut, schlafen alle von uns unruhiger. Ich war auch nicht so erschöpft, wie in den letzten Tagen und habe mich schon auf meinen grünen Frühstücks-Smoothie gefreut. Da ich gestern Abend den Smoothie gegen einen Tee ersetzt habe, hatte ich heute Morgen nicht nur Appetit sondern auch einen riesigen Hunger.

Frühstück

Zutaten: ½ Ananas (mittelgroß), 3 Blätter Kopfsalat, 1 große Handvoll Brunnenkresse (ich habe die Hälfte einer handelsüblichen Schale genommen), 1 Prise Cayennepfeffer, Saft von ½ Zitrone, 350 ml Wasser für ca. 1 Liter grüner Smoothie

Seht Ihr die hübschen Sternchen auf den Bildern? Ich habe immer eine Eiswürfelschale mit einem Gemisch aus Zitronensaft und geriebenem Ingwer im Eisfach. Davon trinke eigentlich alle zwei Tage am Morgen einen Eiswürfel in einem Glas lauwarmen Wasser aufgelöst. Die Zitrone versorgt mich mit Vitamin C und der Ingwer hat eine desinfizierende Wirkung. Gerade in der kalten Jahreszeit ist das ein natürliches Helferchen, um gesund zu bleiben. Wie Ihr die Eiswürfel herstellt zeige ich Euch in den kommenden Tagen. Also zurück zum Frühstücks-Smoothie. Ich habe auf Cayennepfeffer verzichtet und den empfohlenen Zitronensaft gegen zwei meiner Powerwürfel ersetzt. Der Ingwer darin hat meinem grünen Smoothie genau den richtigen Kick gegeben. Die Ananas hat da perfekt reingepasst. Ich fand ihn sehr sehr lecker! Einer meiner Favoriten. Quasi eine Smoothie Colada oder so ähnlich.

In den Emails von Dr. Christian Guth stehen neben den Rezepten auch sehr viele Tipps  zum allgemeinen Tagesablauf. Am Morgen werden Dehn- und Streckübungen vor offenem Fenster empfohlen, das Auto soll man bestmöglich stehen lassen, nach dem Mittags-Smoothie einen Spaziergang machen, das TV-Programm am Abend wird gegen ein Buch ersetzt. Dies waren zumindest die Empfehlungen für Tag 2. Ich bin am Morgen aufgestanden, habe das Fenster zugemacht weil es Nachts offen war, bin mit dem Auto zum Getränkemarkt gefahren und habe Abends einen Film geschaut. ABER – und damit hättet Ihr jetzt nicht gerechnet – ich war vor meinem Mittags-Smoothie eine Stunde lang Joggen. BÄM. Am Anfang dachte ich, das wird auf keinen Fall was, meine Waden haben sich schwach angefühlt, ich war nach dem ersten Kilometer vollkommen außer Atem und habe überlegt umzudrehen. Aufgeben ist allerdings nicht so mein Ding, also bin ich weiter gelaufen. Und weiter. Und weiter. Und bei Kilometer 2 hatte ich das Gefühl, ich könnte einen Marathon laufen. Irgendwie hat es in meinem Körper klick gemacht und plötzlich ging alles ganz leicht. So viel Strecke hatte ich bisher noch nie geschafft und Runtastic hat meinen Lauf in der Statistik als einen meiner besten ever eingestuft. In.Your.Face! Daheim habe ich erstmal einen Liter Wasser geext (ich kann unfassbar viel stilles Wasser auf einmal in mich reinschütten. Ist so gar nicht ladylike, aber ist praktisch, wenn man großen Durst hat). Nach dem Duschen ging es ab zum nächsten grünen Smoothie.

Mittags

Zutaten: 1 reifer Apfel, ½ Papaya, ½ Orange, ½ Fenchelknolle mit Grün, 1 Chicoreé, handvoll Spinat, 2 EL Kresse, 1 TL Nori-Algen als Flocken (habe ich weggelassen), 300 ml Wasser für ca. 1,1 Liter grüner Smoothie

Bei diesem grünen Smoothie dachte ich ja zuerst Holla die Waldfee, das wird was. Vor allem weil ich nicht der größte Fenchel-Fan bin, aber dieses Rezept hat mich positiv überrascht. Der Smoothie schmeckt richtig schön frisch und hat eine ganz leicht herbe Note, was eine gelungene Abwechslung zu dem süßen Obst Smoothie vom Frühstück war. Die Zutaten sind ein gutes Beispiel für meine Einkaufs-Strategie. In vielen Rezepten wird immer wieder frischer Bio Baby Spinat empfohlen. Das Problem ist aber, es gibt um diese Jahreszeit nicht immer kleinen süßen frischen Bio Baby Spinat, sondern in den Regalen sind überwiegend gespritzte Industrie Spinat-Lappen in großen Plastikbeuteln zu finden. Hatte irgendwie geahnt, dass die nicht so gut zu meiner Detox-Strategie passen und mich daher für Bio TK Spinat entschieden. Natürlich ohne Blubb. Vorteil: gefrorener Spinat verwelkt nicht, hält die Detox-Woche über gut durch und macht auch noch den Smoothie kühl. Die Papaya war perfekt reif, also so reif, wie man in Deutschland halt eine Papaya bekommt. Die habe ich allerdings nicht in Bio genommen. Da hat die gespritzte Papaya im Regal einen besseren Eindruck gemacht als die verkrüppelte Biopapaya. Da man dort ja auch die Schale weglässt, dachte ich mir – lieber eine reife Frucht, als schlechte Bioware. Von der Papaya habe ich ein paar Kerne mit in den Mixer. Papayakerne haben eine leichte schärfe, die ein bisschen an Radieschensprossen erinnert. Mein Tipp: die Kerne aufheben und trocknen. Machen sich gemahlen in kleinen Mengen gut als Gewürz zum schärfen.

Habt Ihr das oben gelesen? Nori-Algen, in meinem Leben noch nichts davon gehört. Ebensowenig von Moringa Pulver und eine Aloe Vera Pflanze habe ich auch nicht zu Hause, der ich mal schnell ein Blatt abschneide um es zu vermixen. Kurzum, in den Rezepten sind so ein Paar Zutaten, bei denen ich einfach weiß, ich werde sie im Nachhinein nicht mehr nutzen und daher auch nicht kaufen. Muss man halt ein bisschen kreativ werden oder es einfach weglassen. Was auch auf dem Einkaufsplan stand waren Kohlrabi-Blätter und 4 Blatt Wirsing. Wtf?! Da war ich knallhart und hab im Bioladen einfach ganz lieb gefragt ob ich die Blätter von einem Kohlrabi und vom Wirsing abmachen kann. Wurde mir mit einer sehr netten Antwort gewährt und dem Hinweis, dass ich das gerne gratis für meinen Hasen zu Hause mitnehmen darf ohne, dass es gewogen wird. Habe meine Klappe gehalten und höflich dankend gelächelt. Meine Produkte habe ich übrigens vorwiegend im Bio Supermarkt gekauft. Ein paar Bio Sachen habe ich beim normalen Supermarkt mitgenommen, aber nur wenn sie regional waren. Spezielle Sachen wie zum Beispiel die Äpfel habe ich bei unserem kleinen Gemüsehändler ums Eck geholt. Ich habe nämlich eine Apfelallergie. Ich weiß allerdings, dass alte Apfelsorten eher für Allergiker geeignet sind(dazu gehören Cox Orange, Roter Boskop und Jonathan) und die hat eben unser kleiner Gemüsehändler. Einen ganzen Apfel zu essen ist für mich eigentlich undenkbar. Umso gespannter war ich, wie ich auf die Äpfel in den grünen Smoothies reagiere. Während andere Allergiker sich niemals trauen würden, einen Apfel nur anzusehen bin ich da eher schmerzlos. Ich versuche einfach ob es geht. Wenn die typischen Symptome kommen (bei mir fängt es an, am Rachen zu jucken) lasse ich es sein, wenn nicht wird aufgegessen. Also habe ich an Tag 1 die beiden Äpfel tapfer in den Mixer geschmissen und mich überraschen lassen. Es hat funktioniert! Ein kleines bisschen habe ich es gemerkt, aber an und für sich war klar, wenn ich künftig nur einen Apfel je Smoothie verwende, wird die Sache gut gehen. Ihr glaubt nicht, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, einen Apfel zu mir nehmen zu können!

Nachmittags habe ich ein bisschen Kopfschmerzen bekommen, die waren aber nach einer Kanne Brennessel-Tee schnell wieder weg. Die Brennessel unterstützt das entschlacken ungemein. Die entwässernde Wirkung habe ich heute ganz besonders gemerkt. Leute, unter uns – wenn ihr mal eine lange Autofahrt vor Euch habt, trinkt NIEMALS Brennesseltee. Das Zeug treibt die Blase an, da wird’s einem schwindelig.

Abend

Zutaten: 1 Grapefruit (am besten eine gelbe), 1 Apfel, 4 Kohlrabiblätter, 4 Salbeiblätter in Wasser eingeweicht, 250 ml Wasser für ca. 0,6 Liter grüner Smoothie

Wie Ihr sehen könnt, gab es bei mir abends keine Salbeiblätter, dafür habe ich vier Datteln und 2 EL Leinsamen dazu gegeben. Ich hatte immernoch unfassbaren Hunger und brauchte ein bisschen einen festeren Smoothie. Grapefruit, Apfel und bisschen Grün kamen mir einfach zu wenig vor. Die Datteln und Leinsamen machen den grünen Smoothie fester und bringen dadurch eine gute sättigende Wirkung. Außerdem haben die Leinsamen dem Smoothie einen gewissen Biss gegeben. Auf etwas rumbeißen zu können hat mir heute nämlich echt gefehlt.

Für Mr. J habe ich heute Abend ein schönes saftiges Rinderfilet gebraten. War kein Problem für mich. Wir haben auch gemeinsam zu Abend gegessen. Er hatte sein wundervoll zartes, medium gebratenes unfassbar gut riechendes Fleisch, während ich ein bisschen verstört an meinem grünen Smoothie genippt habe und Schuluck für Schluck gut eingespeichelt habe. Ne, ernsthaft. war echt okay für mich. Ich habe nämlich ein fingernagel großes Ministückchen Fleisch gegessen und das hat mir tatsächlich gereicht. Hungrig war ich nicht mehr mit meinem dicken Smoothie. Ich hatte nur ein bisschen Appetit auf den Geschmack von der Marinade. Ich schwör.

Hunger? Immer wieder mal. Appetit? Nein. Genascht? Eine Dattel und ein minibitziwinzigkleines Stückchen Fleisch. Gewicht in der Früh -1,1 Kilo (klar, Magen und Darm sind etwas leerer als gewohnt) Fazit: Tag 2 unerwartet gut überstanden.

Wir haben gelernt:

– Zitronen-Ingwer Eiswürfel peppen den grünen Smoothie auf und sparen das tägliche Zitronenpressen

– Bio Baby Spinat kann wunderbar als Tiefkühlware  gekauft werden

– Papayakerne haben eine leichte Schärfe, die dem grünen Smoothie guttut

– Für einzelne Blätter einfach mal höflich fragen

– Allergiker versuchen es besser mit alten Apfelsorten

– Datteln, Leinsamen, Nüsse machen den Smoothie reichhaltiger für eine bessere Sättigung

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich hier ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen mit dieser Challenge wiedergebe. Wer sich für so eine Sache entschließt, sollte sich unbedingt fachkundig betreuen lassen oder vorher gründlich in die Fachliteratur einlesen. Wenn Ihr Fragen an mich habt dürft Ihr die gerne jederzeit stellen und ich werde sie nach meinem besten Wissen zu beantworten. Mehr Rezepte und Infos zu den nächsten offiziellen Challenge-Terminen von Grüne Smoothies findet Ihr hier.

Habt Ihr schon eines der Rezepte ausprobiert? Habt Ihr konkrete Fragen?

9 Gedanken zu “Grüne Smoothies – 7 Tage Detox Challenge – Tag 2

  1. Barbara Rivers schreibt:

    Habe vor Kurzem Deinen Blog entdeckt (über Umwege auf Instagram..) & soeben die ersten 2 Tage Deiner Detox Challenge gelesen. Sehr interessant! Ich mache mir auch ab und an einen leckeren Smoothie mit den verschiedensten Zutaten, allerdings immer mitbestehend aus Beeren (Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren) und Ananas! Ich LIEBE frische Ananas 🙂

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