Grüne Smoothies – 7 Tage Detox Challenge – Tag 5

Freitag war ein guter Tag! Ich hatte den ganzen Tag über volle Power und bin frohen Mutes in meine Abendherausforderung, das gemeinsame Essen gehen mit Mr. J gestartet.

Frühstück

Zutaten: 1 Grapefruit, 2 Stangen Staudensellerie, ½ Bund Petersilie, 300 ml Wasser für ca. 0,5 Liter grüner Smoothie

Huch, haben sich da etwa 6 Aprikosen auf’s Bild geschlichen? Jap. In weißer Voraussicht, dass ein grüner Smoothie, der aus Grapefruit und Sellerie besteht, nicht gerade der Frühstucksburner ist, war ich so dreist und habe ein paar Aprikosen in den Mixer geschmuggelt. Siehe da, war lecker! Man muss aber lange mixen, weil die Aprikosen zähe Biester sind. Also hier lieber 2/3 Eiswürfel von der Wassermenge nehmen. Die Kombination Grapefruit und Sellerie ist übrigens eine kleine Giftstoffpolizei. Der Kreislauf wird angeregt und der Sellerie leitet voller Tatendrang die Giftstoffe aus dem Körper. Dass die Smoothiemenge nur einen halben Liter ergeben hat, fand ich gar nicht schlimm. Ich denke, mein Magen hat sich mittlerweile ein bisschen zusammengezogen und an kleinere Mengen gewöhnt. (Mehr dazu wird sich am Ende dieses Posts nochmal zeigen.) Dann habe ich erstmal Sonnenfinsternis geglotzt, aber mangels Spezialbrille nix davon gesehen. Im Prinzip saß ich eine Stunde auf dem Balkon und habe mich mehr oder weniger gesonnt.

Ich habe Euch ja erzählt, dass ich mit dem Thema ergänzende Tees eher so mein eigenes Ding mache. Jeden Tag ein anderer loser Tee (Linde, Kamille, Brennessel, Salbei, Birke, etc.), war mir einfach too much. Ich bin bei losem Brennesseltee und den den Mischungen von Cupper geblieben. Für den Geschmack habe ich zwischendrin meine liebste Grünteemischung von Tree of Tea getrunken. Die Sorte Sun of heaven ist ein fruchtiger grüner Sencha Tee mit natürlichem Mango-Aroma, Ringelblumen, Orangenblüten und Kornblumen. Eine leckere Abwechslung zu den Gesund-Tees.

Insgesamt kann ich nur empfehlen, dass Ihr Euch an die Ratschläge aus den Emails haltet, aber um durchzuhalten Euch selbst auch 20% Individualismus erlaubt. Es geht nicht darum, sich eine individuelle Tafel Schokolade reinzuziehen, weil man ja schon 5 Tage durchgehalten hat, sondern, sich selbst keine Steine in den Weg zu legen. Man braucht eine gesunde Mischung aus herausfordernden Momenten (damit meine ich, auch mal etwas zu trinken, was man wirklich nicht mag, Sport zu machen wenn man sich anfangs schwach fühlt oder mit etwas Hunger ins Bett zu gehen) und Gelegenheiten, die einen pushen (zB. von der Teeroute abkommen, das Lieblingsobst mit in den Mixer geben, sich eine Massage gönnen). Dann schafft man diese sieben Tage detoxen meiner Meinung nach problemlos.

Mittags

Zutaten: 2 Blatt Wirsing, ½ Bund Petersilie, 3 Blatt Kopfsalat, Handvoll Basilikum, ½ Chilischote (habe ich weggelassen), Saft von ½ Zitrone, ½ mittelgroße Zwiebel (habe ich gegen eine Frühlingszwiebel ersetzt), 2 reife Tomaten, Prise Salz, 300 ml Wasser für ca. 0,6 Liter grüner Smoothie

Hallelujah, da sind sie wieder, meine alten Smoothie-Freunde, die Tomaten. (Wo ist der Emoticon Affe, der die Hände vors Gesicht hält!?) Ätsch, jetzt habt Ihr schon gedacht – die Anna hat wieder leiden müssen. Nix da. Dieser Smoothie war spitze! Ich mochte vor allem den Wirsing sehr gerne im Smoothie, der hat ihm so eine erwachsene Note gegeben. Als hätte er höchst souverän die Tomaten im Griff. Anstelle der Chilischote habe ich eine Messerspitze Cayennepfeffer dazu gegeben und war danach pappsatt und zufrieden. Da die Sonne wieder zurück war bin ich nochmal für eine Stunde auf den Balkon und habe gelesen.

Nachmittags habe ich mich in meine Sportsachen geschmissen und bin laufen gegangen. Und guess what?! Jawohl – eigenen Rekord gebrochen. Ich war so gut, dass ich nach meiner normalen Runde noch auf den Sportplatz bin und dort zusätzlich vier (!) Runden auf der Aschenbahn gedreht habe. Meine sportliche Höchstleistung konnte nur einen Grund haben. Einen Grund, der so unfassbar süß ist, dass ich Euch folgende Geschichte erzählen muss! Also. Ich bin konzentriert auf meiner Strecke an der Isar entlanggetrabt und mir kam ein Rentner mit Hund entgegen. Der Hund ist, wie üblich, 20 Meter vorausgelaufen und kurz vor mir stehen geblieben, um im Gras zu schnuppern. Ich volle Kanne Musik in den Ohren, den Hund im Blick, den Rentner im Augenwinkel. Plötzlich hebt der Mann die Hände und klatscht aufgeregt. Ich denke, er will seinen Hund rufen, habe ja nur meine Kopfhörermusik gehört. Dann – neugierig erhebe ich meinen Blick, nehme einen Kopfhörer aus meinem Ohr, schaue dem Rentner in die Augen – der Mann klatscht wilder, schaut mich an und während ich an ihm vorbei laufe ruft er mir ein begeistertes Bravo ins Gesicht! Hätte man das geglaubt?! Dieser nette Mann, hat mir applaudiert. Einfach so. Wie süß ist das denn bitte?! Ich habe mich so unfassbar gefreut! So muss es sich beim New York Marathon anfühlen. Call me Anna Running Superstar. Yeah!!

Abend

Zutaten: 2 süße Äpfel, 2 reife Kiwi, 4 getrocknete Feigen (hatte ich nicht), Grün von 3 Mangoldblättern, 200 ml Wasser für ca. 0,6 Liter grüner Smoothie

Oh, war der lecker! Ich habe ja bereits gesagt, wie gerne ich Kiwis im grünen Smoothie mag. Da ich keine Feigen hatte, habe ich ein Paar Cashew Nüsse und Cranberrys genommen. Die haben den Smoothie schön eingedickt, sodass er sättigender war. Vom Mangold sollte man hier nur das Blattgrün nehmen, da das Weiße stück relativ herb schmeckt und dann den ganzen Geschmack überlagern würde.

Meinen Abend-Smoothie habe ich relativ früh zu mir genommen. Direkt nach dem Laufen, denn ich hatte ja noch großes vor. Der Restaurant-Besuch mit Mr. J stand bevor. Sieht man sich die Zutaten des Smoothies an, kann man davon ausgehen, dass der erstmal anhält. Ich habe auch lange überlegt, wie ich es beim Essen gehen anstelle. Das einzige, was ich wusste war, ich bestelle ein stilles Wasser. Und dann? Schaut mich der Kellner seltsam an, wenn ich da sitze und nichts bestelle? Schauen die Gäste blöd, wenn Mr. J sich ein Steak reinzieht und ich gegenüber an meinem Wasser nippe? Bestelle ich mir auch ein Steak? Halte ich es aus, wenn alles nach Essen riecht? Soll ich was kleines Essen? Wisst Ihr was? Es war mir scheißegal, was Kellner und Gäste denken! Allerdings habe ich zu Hause schon geahnt, dass mir der Essensgeruch im Restaurant einen gewissen Appetit bringen wird. Also habe ich beschlossen, ich werde mir quasi einen grünen Smoothie zum selber kauen bestellen. So war es dann auch. Ich habe mir einen grünen Beilagensalat mit Gurke ohne Dressing bestellt. Den Salat habe ich mir mit ein bisschen Balsamico, Olivenöl und Pfeffer angemacht. War schön, mal wieder was zu beißen. Was mich wahnsinnig überrascht hat, war, dass ich nach dieser Portion total satt war. Und dann ist folgendes passiert…

Green Smoothie Detox Adorable Life

Der Kellner hat das Steak von Mr. J gebracht und mir nochmal exakt die gleiche Portion Salat hingestellt. Ich habe ihn mit großen Fragezeichen in den Augen angeschaut und der Kellner hat nur mit den Schultern gezuckt und gesagt „Auf unsere kleinen Salatteller passt nur die Hälfte der Salatportion, also bekommst Du ihn auf zwei Teller verteilt.“ Da hatte ich dann eine psychologische Erleuchtung. Ich war nämlich eigentlich total satt. Ich habe ein bisschen in der zweiten Salatportion rumgestochert, aber letztlich hat ihn dann Mr. J aufgegessen. Krass oder? Vor einer Woche hätte ich niemals gedacht, dass mich so eine winzige Portion vollkommen satt macht. Der Trick ist also: ein kleine Portion, am besten auf einem kleinen Teller. Wenn man den aufgegessen hat, kann man immernoch Nachschlag nehmen. Da wir aber so programmiert sind, immer erstmal aufzuessen, bevor wir an Nachschlag denken, ist es besser, die erste Portion klein zu halten. Natürlich ist das nichts Neues, aber das mal wieder bewusst zu erfahren war wichtig für mich! Ich bin mir sicher, hätte ich alles auf einmal auf einem großen Teller bekommen, hätte ich es ohne zu zögern aufgegessen.

Hunger? Nein. Appetit? Im Restaurant schon. Genascht? Einen grünen Beilagensalat. Gewicht in der Früh -1,8 Kilo insgesamt. Fazit Tag 5: Challenge mastered.

Wir haben gelernt:

– Getrocknete Aprikosen süßen den Smoothie

– 80% an den Plan halten, 20% Komfortzone und 100% Ehrgeiz führen zum Erfolg

– Wenn es beim Sport gerade läuft, nicht aufhören

– Nach der Detox-Woche mit kleinen Portionen auf kleinen Tellern weitermachen

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich hier ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen mit dieser Challenge wiedergebe. Wer sich für so eine Sache entschließt, sollte sich unbedingt fachkundig betreuen lassen oder vorher gründlich in die Fachliteratur einlesen. Wenn Ihr Fragen an mich habt dürft Ihr die gerne jederzeit stellen und ich werde sie nach meinem besten Wissen zu beantworten. Mehr Rezepte und Infos zu den nächsten offiziellen Challenge-Terminen von Grüne Smoothies findet Ihr hier.

Wurdet Ihr schonmal von völlig Fremden einfach so angefeuert? Wie hättet Ihr Euch beim Restaurantbesuch verhalten? Was denkt Ihr zu dem Thema kleine Portionen?

3 Gedanken zu “Grüne Smoothies – 7 Tage Detox Challenge – Tag 5

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