Hochzeitsplanung – 5 Schritte zum perfekten Hochzeitskonzept

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Haltet Euch fest, es gibt etwas zu feiern! Denn dieser Post ist mein allererster Blogbeitrag, in dem ich meine berufliche Leidenschaft als Weddingplannerin mit dem Blog verbinde. Eigentlich wollte ich immer eine klare Trennung zwischen Blog und Job, damit ich die Möglichkeit habe, mich in dem einen Bereich vom anderen zu erholen. Aber wenn wir jetzt mal ganz ehrlich sind, ist es gar nicht so einfach, zwei Herzen in der Brust schlagen zu haben. Und warum soll ich eigentlich nicht meine Expertise als Eventmanagerin und Weddingplannerin mit Euch teilen?! Ich werde immer wieder von Freundinnen zu dem Hochzeits-Thema angesprochen nach dem Motto „Anna, ich brauche deinen Rat, weil ich nicht weiß wie ich das mit der Torte machen soll.“ usw. Also habe ich beschlossen, Euch regelmäßig mit meinen Experten-Tipps zum Thema Hochzeit zu versorgen. Vom Suchen und Finden des richtigen Kleides über einen sinnvollen Zeitplan bis hin zu den wichtigsten Do’s and Dont’s bei der Hochzeitsvorbereitung, werde ich Euch in meiner neuen Blog-Kategorie Wedding ab sofort die wichtigsten Infos zusammenfassen. Los geht es heute mit dem Großen Ganzen, nämlich ein paar hilfreichen Tipps dazu, wie Ihr in fünf Schritten zu einem umfassenden Hochzeitskonzept kommt, das zu Euch passt. 

Ein gut durchdachtes Rahmenkonzept macht Euren schönsten Tag im Leben nicht nur perfekt, sondern hilft auch bei vielen grundsätzlichen Fragen im Vorfeld. Wer sich entscheidet zu heiraten, wird nämlich nicht drum rum kommen, bis zum großen Tag viele größere und kleinere Entscheidungen treffen zu müssen. Je roter der Faden ist, den man sich im Vorfeld ausgedacht hat, umso besser. Viele Optionen lassen sich damit in den Wochen und Monaten vor der Hochzeit schnell und ohne viel Kopfzerbrechen lösen – und sind wir mal ehrlich – die Hochzeitsplanung soll Spaß machen und nicht zu einem stressigen, nervraubenden Großprojekt ausarten. Bevor also Detailfragen geklärt werden, gilt es, sich bewusst zu werden, in welche Richtung das Hochzeitsfest gehen soll. Wenn der Rahmen abgesteckt ist, werden sich für Euch viele Fragen von selbst beantworten und allmählich ein stimmiges Gesamtbild ergeben.

1. Erste Fragen – Think outside the box

Gibt es etwas, von dem Ihr schon immer träumt? Möchtet Ihr im Heißluftballon vor der Kirche landen oder Eure Verwandtschaft dritten Grades aus Alaska einfliegen lassen? Wolltet Ihr schon immer in der Karibik heiraten oder soll das Hochzeitskleid handgeschneidert werden? Jedes Brautpaar hat bestimmte Vorstellungen, was auf keinen Fall fehlen darf. Und wenn diese Träume auf den ersten Blick noch so unrealistisch erscheinen, weil vielleicht die Zeit nicht reicht, das Geld nicht da ist oder was auch immer – denkt außerhalb des Möglichen und schreibt erstmal alles auf, was Euch gefällt. Macht Euch keine Sorgen darüber, ob das ganze funktioniert oder was es kosten wird und denkt bloß nicht daran, was andere darüber sagen oder denken könnten. Es ist Euer Fest!

Als nächstes legt Ihr Euren Rahmen fest. Folgende Fragen solltet Ihr Euch dabei beantworten:

  • Wird es eine große Party mit möglichst vielen Gästen geben oder feiern wir im kleinen Rahmen mit engen Freunden und Verwandten?
  • In welcher Jahreszeit wollen wir heiraten? Feiern wir drinnen oder im Freien?
  • Feiern wir in der Heimatstadt oder soll die Hochzeit an einem ganz anderen Ort stattfinden?
  • Welchen Stil möchten wir haben? Romantisch, vintage, klassisch, traditionell, glamourös, lässig, outdoor oder irgendetwas dazwischen?

 

2. Sammelt so viele Inspirationen wie möglich

Nach dem ersten Schritt hat man in der Regel schonmal eine ungefähre Vorstellung, wo die Reise hingehen soll. Es gibt aber auch zu einem Thema so unfassbar viele Möglichkeiten, dass es wichtig ist, bald Ahnung davon zu bekommen, was Ihr wollt und vor allem auch definitiv nicht möchtet. Hierzu rate ich, dass Ihr Euch so viel es geht mit dem Thema Hochzeit befasst und in allen möglichen Ecken recherchiert. Erste Inspirationsquellen sind in jedem Fall Brautzeitschriften, Hochzeitsbücher, Blogs und Internet-Portale. Ich gebe auch gerne einfach passende Begriffe in die Suchmaschine ein und gehe dann auf Bildersuche. Hier bekommt man immer sehr schnell eine gute Übersicht, vor allem zum Thema persönliche No-Go’s. Haltet auch im Alltag die Augen offen, denn manchmal sind es auch die weniger offensichtlichen Dinge, die inspirieren können. Das kann eine tolle Strukturtapete im Café sein, die Farben der aktuellen Kollektion vom Lieblingslabel oder ein typischer Hollywoodfilm. Es geht darum, dass Ihr Eure Ideen sammelt und  festhaltet um sie allmählich visualisieren zu können. Ihr könnt Euch ein hübsches Notizbuch kaufen, das Ihr immer dabei habt, auf dem Computer einen Ordner anlegen, in dem Ihr alles speichert oder als bunte Collage ein Inspiration-Board auf einer Pinnwand oder in einem großen Bilderrahmen anfertigen. Wichtig ist, dass Ihr flexibel und offen bleibt und Euch selbst die Möglichkeit gebt, auch mal eine Idee zu verwerfen, Farben neu anzuordnen oder Alternativen in Betracht zu ziehen. Extra-Tipp: Auf meinem Pinterest-Profil findet Ihr zu den klassischen Hochzeits-Themen vier Inspiration-Boards: Classy, Vintage, Glamour und Modern.

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3. Findet Euren Stil

Wie seht Ihr Euch selbst an Eurem Hochzeitstag? Soll der Tag eine richtige Glamour-Hochzeit mit schicken Outfits werden oder möchtet Ihr ein entspanntes Fest am See im legeren Stil? Die Wahl der Hochzeitslocation gibt einen Rahmen und bestimmt in der Regel auch den gesamten Stil des Festes. Ein großer Ballsaal in einem alten Schloss ist die beste Voraussetzung für eine klassisch, elegante Hochzeit. Bei einer Feier in einem schönen Landhaus kann man sich bestens mit dem Vintage-Stil austoben. Wer am Strand heiratet, kann das maritime Thema wunderbar aufgreifen. Am besten entscheidet Ihr Euch auch für einen Stil, der Eurer Persönlichkeit entspricht und zu Euch als Paar passt. Ihr müsst Niemandem etwas beweisen und verstellen sollt Ihr Euch an Eurem Tag schon gar nicht. Extra-Tipp:  Denkt darüber nach, was Ihr gerne mögt, was Euch bei anderen Hochzeiten sehr gut und was weniger gut gefallen hat. Und vor allem: bleibt Euch selbst und Eurem Stil treu.

 

4. Wählt Eure Lieblingsfarben

Wenn das Rahmenkonzept steht, geht es darum, mit einem Farbkonzept eine Basis zu schaffen, die Eurer Hochzeit einen individuellen und persönlichen Stil gibt. Die von Euch gewählten Farben dienen als verbindender Faktor zwischen sämtlichen Hochzeitselementen und -details. Wenn Ihr bei einer Farbfamilie bleibt, wird von den Einladungskarten über die Hochzeitstorte bis zum Brautstrauß ein harmonisches Bild entstehen.

Um herauszufinden, welche Farben gut zu Euch passen und welche gar nicht gehen, nehmt Ihr am besten ein klassisches Farbrad zur Hilfe, auf dem Ihr eine erste Vorauswahl trefft. Habt Ihr kein Farbrad, holt Euch im Baumarkt die Farbstreifen für Wandfarben, die könnt Ihr auch praktisch zerschneiden und nach Lust und Laune kombinieren. Im ersten Schritt geht es darum, eine Hauptfarbe zu finden, die dominieren soll. Dazu sucht Ihr dann eine Akzentfarbe, die gut mit der Hauptfarbe harmoniert (zum Beispiel Hauptfarbe Grau, Akzentfarbe Peach). Alternativ könnt Ihr Euch auch für zwei verschiedene Hauptfarben entscheiden, die komplementär zu einander sind (zum Beispiel Gelb und Violett). Damit Ihr jetzt nicht bei zwei Grundfarben hängen bleibt und das ganze zu hart wirkt, ist es wichtig, ein paar neutrale Farbtöne hinzuzugeben. Zum neutralisieren eigen sich sehr helle Töne aus der selben Farbfamilie (zum Beispiel Nude, Creme, Champagner, Hellgrau) und zum setzen von Highlights passen Metallic-Akzente wie Silber-, Gold- oder Kupfertöne. Wenn Euch die Entscheidung für zwei Hauptfarben schwer fällt, gehen auch drei Farbtöne, die im Farbkreis nebeneinander liegen (zum Beispiel Rot, Violett und Blau). Wie Ihr auf dem Bild unten sehen könnt, findet Ihr auf meinem Pinterest-Profil viele tolle Farb-Moodboards, die Euch einen schnellen Überblick zu möglichen Farbkonzepten geben. Extra Tipp: Gebt bei der Internet-Suche differenzierte Farben auf Englisch an. Also sucht nicht nach „red wedding“ sondern nach cranberry, berry, velvet, ruby, lightred usw. Je raffinierter Ihr Eure Farbbezeichnungen eingebt, umso größer ist die Auswahl an Treffern und Inspirationsquellen.

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5. Kreiert ein Symbol

Gibt es ein spezielles Symbol, das Euch verbindet oder gut gefällt? Ein eigenes Symbol oder Motiv, das sich hier und dort finden lässt, gibt Eurem Hochzeits-Konzept den letzten Feinschliff. Damit meine ich ein verbindendes Zeichen, wie zum Beispiel ein Monogram Eurer Vornamen, ein Streifen-Muster, ein Anker, Puzzleteile, das Infinity-Symbol oder ein Blatt. Dieses winzige Detail könnt Ihr bestens in ein paar Elemente Eurer Hochzeitsfeier integrieren, um einen gewissen Wiedererkennungs-Effekt und damit ein rundes Gesamtbild zu erhalten. Extra-Tipp: Übertreibt es nicht mit der Verwendung der Symbolik, sonst wirkt es überladen und zu sehr gezwungen.

 

Mit diesen fünf Punkten sind die ersten wichtigen Schritte zur Traumhochzeit gemacht. Ich kann immer wieder betonen, wie wichtig es ist, dass Ihr Euch selbst mit Euren Entscheidungen treu bleibt. Lasst Euch nicht verbiegen und nicht von anderen reinreden, wie Ihr Eure Hochzeit gestalten solltet. Es ist Euer Fest und das Wichtigste ist, dass Ihr es genießen könnt und es sich für Euch richtig anfühlt!

Adorable Life Event Wedding

Falls Ihr bereits mitten in der Hochzeitsplanung steckt und trotzdem ein paar Fragen habt, ich mal über Euer bestehendes Konzept schauen soll, oder Ihr einfach Entscheidungshilfe braucht, schreibt mir gerne eine E-mail. Aus meiner Berufserfahrung als Weddingplannerin weiß ich, wie wichtig es manchmal für die Planung ist, wenn jemand von Außen einen Blick drauf wirft. Also zögert nicht, Euch bei mir zu melden – ich bin gerne für Euch da. Selbstverständlich als kostenfreier Leserservice! Meine Emailadresse: aladorablelife@wordpress.com

 

Bildquellen: Foto1 Weddings Illustrated; Foto 2+3 Pinterest; Foto 4 Wedding Community; Foto 5 Bellenza;  Foto 6 Favor Couture; Foto 7 Wedding Deco

4 Gedanken zu “Hochzeitsplanung – 5 Schritte zum perfekten Hochzeitskonzept

  1. zsoltundlisa schreibt:

    Super Blog-Beitrag. Ich freu mich, das du dich dazu entschieden hast. Ich stehe noch am Anfang unserer Hochzeitsplanung und bin jetzt schon hin und her gerissen. Freue mich also sehr über deine Entscheidung und deine weiteren Tips. 🙂 Liebe Grüße Lisa

    Gefällt 1 Person

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