Küchenplanung leicht gemacht – ich zeige Euch heute meine selbst designte Küche

Adorable Life Planung Küche Ikea 01

Vor knapp einem Jahr sind wir in unsere neue Wohnung gezogen und ich erinnere mich zur Zeit ganz oft daran, was im Sommer 2014 bei uns so los war. Neben der planerischen Herausforderung, zwei Haushalte zusammenzulegen ging es vor allem auch darum, die perfekte Küche für unsere Neubauwohnung zu finden. Nach langem hin und her haben wir entschieden, das Ganze komplett selbst in die Hand zu nehmen. Durch die eigene Planung, Wahl des Herstellers und der Geräte und den Aufbau haben wir im Vergleich zum günstigsten Komplettangebot ganze 6.000,-€ gespart. Heute zeige ich Euch das Ergebnis unserer selbst geplanten Küche und verrate ein paar Tipps und Tricks, die Euch die Planung mit Sicherheit vereinfachen.

Wer sich schonmal mit dem Thema Kücheneinrichtung auseinandergesetzt hat, weiß – die Kosten für eine Küche, die gut durchdacht ist und auch nach etwas aussieht können schnell in Richtung eines ordentlichen Kleinwagens steigen. Grundsätzlich muss man sich also überlegen, welches Budget zur Verfügung steht und welchen Anspruch man an Qualität und Lebensdauer der Küche hat. Der zweite Faktor sind dann noch die Kosten für die Montage, die bei einer neuen Küche schnell mal ein Drittel der Gesamtkosten ausmachen können. Nachdem ich bei diversen Küchenstudios, Möbelhäusern und Schreinern Angebote für unsere Küche eingeholt habe, war schnell klar – wir entscheiden uns für kostengünstige Möbel und machen so viel es geht selbst, da wir ohnehin in einer Mietwohnung wohnen, in der wir nicht unser Leben lang bleiben werden. Dennoch war es mir sehr wichtig, dass die Küche eben nicht nach 0815-Press-Span Billigschrott aussieht, sondern sehr wohl mit den Küchen hochwertiger Hersteller mithalten kann. Und das kann sie:

Als die Frage kam „günstige Möbel, die nach etwas aussehen“ war schnell klar, dass unser Weg zum Möbelschweden IKEA führen würde (Das ist kein sponsored Post in Zusammenarbeit mit IKEA! Der Name taucht auf, weil wir uns nunmal dafür entschieden haben.) Da unsere Küche mit gerademal 5 Quadratmetern nicht sehr groß ist, war es besonders wichtig, jeden Zentimeter Raum mit der richtigen Planung auszufüllen. Außerdem wollte ich auf keinen Fall Wandschränke mit Standartmaßen haben – erstens weil die einen optisch erschlagen hätten und zweitens weil ich diese Schränke einfach spießig finde. Die Entscheidung für weiße Fronten fiel in dem kleinen Raum leicht, denn alles andere hätte das Zimmer noch kleiner gemacht. Bei den Griffen wusste ich auch von Anfang an, dass ich sie nicht aufgesetzt haben möchte. Ich dachte mir, je flächiger und cleaner die Fronten wirken (also je weniger sie durch Griffe, Muster, Türen usw. unterbrochen sind) umso größer und wertiger wirkt die Küche. Dazu noch eine Arbeitsplatte aus Echtholz und schon konnte es mit der Planung losgehen.

Von IKEA gibt es online ein super Programm, mit dem man seine Küche komplett von zu Hause aus planen kann. Dort sind alle verfügbaren Artikel aufgelistet und man zieht sie einfach per drag and drop in den selbst erstellten Raumplan. Dort kann man dann die Schränke nach Lust und Laune hin und her schieben und austüfteln, was wie wo am meisten Sinn macht. Man wählt einfach die Grundmodule aus und platziert sie. Wir haben in den Unterschränken ausschließlich Schubladen verbaut, weil man damit den Platz in den Schränken optimal nutzen kann und alles schön übersichtlich ist. Dann entscheidet man sich für das Design der Fronten und Griffe und on top kommt dann noch die Arbeitsplatte. Wenn man eigene Elektrogeräte verbauen möchte, gibt es auch dafür Lückenfüller, sodass die Küche wirklich zentimetergenau geplant werden kann. Die Elektrogeräte sind bei IKEA übrigens relativ teuer. Da lohnt es sich, auch mal beim Elektromarkt nach aktuellen Angeboten zu schauen, um ein Markengerät zum gleichen Preis zu bekommen. Wir haben unsere Geräte auch nicht bei IKEA sondern bei AEG gekauft. In meiner Heimatstadt gibt es einen AEG Werksverkauf, bei dem man nochmal ein bisschen was sparen kann. Beim freistehenden Kühlschrank habe ich mich für die Premiumversion entschieden, weil man ihn immer sieht, der Geschirrspüler ist auch ein sehr hochwertiges Produkt, weil ich den täglich benutze, bei Backofen und Kochfeld haben wir uns für Zanker, die kleine Schwester von AEG, entschieden, weil Preis-Leistung im Vergleich zu den AEG-Geräten deutlich besser war. Was ich ganz besonders mag ist, dass sämtliches Metall in gebürsteter matter Optik gehalten ist. Das ist für mich der ideale Kontrast zu den schneeweißen Hochglanzfronten. Das weiße Keramikspülbecken in der hölzernen Arbeitsplatte gibt der Küche den letzten Schliff.

Bei der Verteilung der Geräte waren wir zunächst an die vorhanden Anschlüsse für Wasser und Starkstrom gebunden. Natürlich kann man Verlängerungen bauen, um z.B. das Spülbecken zu versetzen, aber das war bei uns nicht nötig. Ich habe also angefangen von dort aus zu planen, was vorgegeben war – dem Spülbecken. Die Spülmaschine musste ebenfalls in die Nähe der Wasseranschlüsse, also kam sie neben das Spülbecken. Dann hatte ich noch 95 cm für den Kühlschrank zur Verfügung und nach dieser Logik habe ich nach und nach die Schränke verteilt.

Ich beschreibe Euch mal kurz unsere Aufteilung. Linke Seite von links nach rechts: freistehender Kühlschrank, 20 cm Schrank mit Auszug für Flaschen, 60 cm Spülbecken mit Unterschrank Auszug für Mülltrennung, 60 cm Spülmaschine, 60 cm Oberschrank für Kochbücher und Vasen; Rechte Seite von links nach rechts: 60 cm Schrank mit zwei Auszügen für Lebensmittel, 60 cm Herd mit Kochfeld und Schublade für Backsachen, 80 cm Schrank mit integrierten Auszügen – zwei tiefe für Töpfe und  Kochgeschirr, zwei flache für Espressokapseln und Besteck. Darüber die Hängeschränke mit jeweils zwei Einlegeböden von links nach rechts: 60 cm für Gläser und Tassen, 60 cm für Gewürze, 80 cm für Teller und Schüsseln. Wie Ihr seht, ist wirklich alles untergebracht und es ist auch so, dass die Sachen in den Schränken großzügig gestellt sind. Also wenn Ihr mal bei mir seid und den Zucker sucht – Ihr wisst bescheid – über dem Herd im Schrank.

Als ich mit der Planung fertig war, sind wir zu IKEA gefahren, ich habe mir einen Mitarbeiter geschnappt und wir haben den Plan nochmal ein bisschen verfeinert. Das war wirklich gut, denn hier habe ich noch ein paar Tipps bekommen, die mir vorher nicht klar waren. Wir haben dann die Bestellung fertig gemacht und konnten die Ware gleich mitnehmen. Den Aufbau hat ein Freund von uns gemacht. Ich bin zwar handwerklich nicht ganz unbegabt, aber Hand aufs Herz – ich wäre durchgedreht, wenn wir das selbst gemacht hätten. Alleine die Hängeschränke gerade an die Wand zu bringen, die Spülmaschine mit der Spüle anzuschließen oder die Arbeitsplatte zu sägen. Ne, ne, ne! Hier ein paar Fotos vom Arbeitsprozess.

 

So, und jetzt komme ich endlich zu meinen Tipps bezüglich Planung und Aufbau:

  • Raum exakt vermessen
  • verschiedene Angebot einholen
  • eigene Montage spart sehr viel an Kosten
  • für Elektrogeräte nach Schnäppchen schauen
  • bei der Planung an den festen Anschlüssen beginnen
  • Hängeschränke möglichst flach wählen, Abstand Unterkante zur Arbeitsplatte mind. 50 cm
  • voll ausziehbare Schubladen und Auszüge geben mehr Stauraum
  • Kühlschrank nie neben dem Herd platzieren, neben Kochfeld jeweils mind. 50 cm Arbeitsplatte (Hitze), Ofen nie in einer Ecke platzieren, ansonsten kleinen Abstand zur Wand mit Füllstück einplanen (5 cm)
  • Geschirrspüler neben der Spüle platzieren, nie in einer Ecke platzieren s.o.
  • Wände neben Kochfeld und Spülmaschine mit abwischbarer Latexfarbe streichen

Eine sehr gute Planungshilfe findet Ihr auch hier

Und damit Ihr seht, wie easy peasy es von Virtuell zu Real gehen kann – hier der direkte Vergleich zwischen der Planungs-Simulation von IKEA und unserem Ergebnis.

 

Wie Ihr auf den Bildern erkennen könnt, ist unsere Küche super perfekt edel, aber ihr fehlt es noch ein bisschen an Charakter. Über der Spüle möchte ich ein großes Poster von Bloomingville und eine hübsche Wandleuchte aufhängen. Das Schaffell gefällt mir nicht so gut, da möchte ich einen anderen Teppich haben und da unser Fenster direkt zum Nachbar-Balkon zeigt, hätte ich gerne noch verschiebbare Lammellen-Rollos. Im Baumarkt habe ich hübsche Rollos von VELUX* gefunden, die über das ganze Fenster individuell positionierbar sind. Allerdings gab es sie nicht in meiner Wunschfarbe, im Online Shop von Velux bin ich aber fündig geworden. Auf das Gewürzstreuer-Set von Qualy schiele ich schon länger, ich finde die Idee mit den Tieren in der Schneekugel bezaubernd süß!  Die Aufbewahrungskörbe von Bloomingville und ein paar hübsche Vasen für’s Fensterbrett würden ihr übriges für das Küchen-Upstyling tun. Mein Wunschzettel für die absolute Küchenperfektion steht also. (Wenn jemand mal ein Gastgeschenk für mich mit Wow-Effekt sucht – tut Euch keinen Zwang an…)

Bild mit Rahmen von Geliebtes Zuhause, Wandleuchte von IKEA, Gewürzstreuer von Qualy, Rollo von VELUXSHOP, Teppich von Impressionen, Aufbewahrungskörbe von Geliebtes Zuhause, Vasen mit Kupferornamenten von Impressionen

Wie findet Ihr unsere Küche? Habt Ihr schon Erfahrungen mit der eigenen Küchenplanung gemacht? Habt Ihr noch Tipps und Tricks zu diesem Thema? Braucht Ihr Planungshilfe? Dann schreibt mir eine Email – ich kann das jetzt im Schlaf.

*Kooperation

9 Gedanken zu “Küchenplanung leicht gemacht – ich zeige Euch heute meine selbst designte Küche

  1. Andrea schreibt:

    Schöne Küche, überhaupt machst du tolle Sachen, da folge ich mal. Wir kennen uns ja vom Reisefeder-Blog, jetzt habe ich ein neues Blogbaby, vielleicht magst du ja mal bei mir vorbeischauen. Darüber würde ich mich freuen. So oder so wünsche ich dir einen guten Rutsch, Andrea

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    • AL Adorable Life schreibt:

      Hallo, nein kein Problem. Die Oberflächen sind auch nicht verfärbt oder so. Ich würde darin aber keine Gläser unterbringen, da die Kochdämpfe ein bisschen eindringen…
      Hab da meine Gewürze drin und alles ist gut.

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